Pájara: Authentische Inselküche trifft Innovation
Written by Ingo Töpfer on 27/01/2026
Pájara präsentiert sich auf der Madrid Fusión 2026 als kulinarisches Aushängeschild Fuerteventuras. Die Gemeinde setzt auf authentische Inselküche, regionale Produkte und innovative Gastronomiekonzepte. Die Kombination aus Tradition und Fortschritt steht im Zentrum ihrer Strategie
Pájara auf der Madrid Fusión 2026: Authentische Inselküche trifft Innovation
Vom 26. bis 28. Januar präsentiert sich die Gemeinde Pájara auf der Madrid Fusión, dem weltweit wichtigsten Gastronomiekongress. Im Gespräch mit Tina Da Silva, Tourismusrätin von Pájara, und Pepe Diaz, Gemeinderat für den Primärsektor, wird deutlich: Die Zukunft des Tourismus auf Fuerteventura liegt in der Verbindung von kulinarischer Tradition und Innovation.
„Unser Ziel ist es, unseren Besuchern gastronomische Erlebnisse zu bieten und unsere Kilometer-Null-Produkte sowie unseren reichhaltigen Primärsektor bekannt zu machen“, erklärt Tina Da Silva. Die Kombination aus Tourismus und Gastronomie werde immer wettbewerbsfähiger, weshalb Pájara konsequent daran arbeite, sich als gastronomisches Reiseziel zu positionieren.
Der große Besucherandrang am Stand von Fuerteventura bestätigt das wachsende Interesse an authentischen, regionalen Produkten. „Wir wollen nicht nur für Sonne und Strände bekannt sein“, betont Pepe Diaz. In der Gemeinde entwickele sich zunehmend eine Haute-Cuisine-Szene, getragen von jungen Köchen, die traditionelle Aromen mit modernen Techniken interpretierten, ohne dabei die kulinarische Identität der Insel zu verlieren.
Besonders am Herzen liegt den beiden Vertretern der Generationswechsel im Primärsektor. Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei durchlaufen derzeit schwierige Zeiten. Die neuen europäischen Fischereivorschriften stellen eine Herausforderung dar, obwohl auf Fuerteventura seit jeher nachhaltig gefischt wird – nach dem Prinzip „ein Mann, eine Angel“. „Es ist keine industrialisierte Fischerei mit großen Fangmengen. Gegen letztere sollte man vorgehen, denn sie plündert unsere Ressourcen aus“, so Diaz.
Auch das umstrittene Mercosur-Abkommen, das vorerst auf Eis liegt, bereitet Sorgen. „Wir müssen die Ernährungssouveränität auf unserer Insel garantieren. Wenn wir das schaffen, hängen wir nicht so sehr von Dritten ab“, erklärt der Gemeinderat. Die lokale Produktion von höchster Qualität sei der Schlüssel zur Unabhängigkeit.
Ein besonderes Highlight sind die Tomaten aus Pájara. Nach den jüngsten Regenfällen zeigt sich die Qualität der lokalen Erzeugnisse eindrucksvoll. „Fuerteventura war einst einer der größten Tomatenproduzenten in ganz Europa“, erinnert Diaz. „Es gibt zwar immer weniger Anbauflächen, aber die Qualität und der unverwechselbare Geschmack unserer Tomaten sind einzigartig.“
Die Präsentation auf der Madrid Fusión ist für Pájara mehr als nur ein Messeauftritt – es ist ein Statement für authentische Inselküche, Nachhaltigkeit und die Wertschätzung lokaler Produzenten. Tradition und Innovation gehen Hand in Hand, um Fuerteventura als kulinarisches Reiseziel auf die gastronomische Landkarte Europas zu setzen.
weitere Informationen: MadridFusion, Fuerteventura.news
Author
Ingo Töpfer
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